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Stellungnahme zur Petition zur Erhaltung des "botanischen Gartens"

Die Petition zur Erhaltung des "botanischen Gartens" hat große Wellen geschlagen, daher möchten wir als Fachschaftsrat Biologie uns dazu äußern, etwas Klarheit schaffen und unsere Gedanken dazu formulieren.

Zunächst möchten wir auf einige Punkte der Petition eingehen, die leider nicht ganz stimmen:
1. Es handelt sich bei diesem Garten keinesfalls um einen tatsächlichen botanischen Garten, auch wenn der Begriff allgemein verwendet wird, sondern um einen Fachbereichsgarten. "Richtige" botanische Gärten unterliegen gewissen Auflagen, und da wir nicht im Besitz der Herkunftsnachweise der meisten Pflanzen sind, die sich in den Tropenschauhäusern befinden, können bzw. dürfen wir diese zwar halten, aber nicht zum Erhalt der pflanzengenetischen Vielfalt als Stecklinge oder zum Gewinn von Saatgut verwenden. Es ist also auch nicht möglich, den Fachbereichsgarten in einen echten botanischen Garten umzuwandeln.
2. In der Petition steht, dass sich ca. 80% der Arten in diesen Gewächshäusern befinden. Der Ursprung dieser Zahl ist uns unbekannt, laut der Mitarbeiter:innen dort handelt es sich aber maximal um 50%. Der Verlust der Artenvielfalt ist daher nicht ganz so drastisch wie in der Petition dargestellt, außerdem ist es natürlich nicht im Sinne des Fachbereichs, die Heizung abzuschalten und einfach alles sterben zu lassen. Es wird versucht, zu retten, was zu retten ist und alles was geht anderweitig unterzubringen - auch in anderen Universitäten.
3. "Die Entscheidung über das Schicksal der Gewächshäuser ist eine Endgültige" kann man so eigentlich auch nicht sagen. Aber unter aktuellen Umständen, und da niemand in der Biologie gerade an (sub-)tropischen Pflanzen forscht, ist diese Entscheidung leider notwendig gewesen,
4. Der Garten und besonders die Schauhäuser wurden nicht so sehr genutzt, wie man es beim Lesen der Petition vielleicht denken könnte, da er nicht als ein jederzeit öffentlich zugänglicher Garten genutzt werden konnte. Dies soll sich aber bessern, dazu gleich mehr.

Um kurz zu erklären, wie es überhaupt zu dem Beschluss gekommen ist, die Tropenschauhäuser rückzubauen:
Die Tropenhäuser enstanden in den 70ern und sind mittlerweile leider nicht mehr in gutem Zustand, sodass deren für die Pflanzen dort notwendige Beheizung auf 26°C höchst ineffizient ist, und das schon seit längerer Zeit. Daher wurde im Mai 2022 ein mit viel Mühe entworfenes Konzept im Fachbereichsrat vorgestellt und angenommen, dass einen Rückbau der Tropenschauhäuser, aber auch eine offenere Gestaltung des Gartens und den Fokus auf heimischere Arten beinhaltet. Es ging also nie darum, den Garten einfach plattzumachen, sondern darum, ihn - besonders im Hinblick auf den Klimawandel und die damit einhergehende, notwendige Reduzierung der Energie- und CO2-Bilanzen - so umzugestalten, dass er allgemein klimafreundlicher zu halten ist.
Dieses Konzept gab es also schon vor der aktuellen Energiekrise, welche den Prozess natürlich aber beschleunigt und den Fachbereich leider zum sofortigen Handeln zwingt, da es wenig sinnvoll wäre, die Häuser irgendwie durch den Winter zu heizen und es zudem von der Landesregierung vorgeschrieben ist, Energieeinsparungen vorzunehmen. Wir wissen aber, dass diese Entscheidung keiner der Personen leicht gefallen ist, die sie treffen mussten.

Nun noch zu einigen Punkten aus Sicht der Studierenden:
Im Rahmen des (Bachelor-)Studiums werden diese Häuser nicht zu Studienzwecken genutzt. Man kann also nicht sagen, dass die Schließung der Tropenschauhäuser unser Studium negativ beeinflussen würde. Natürlich finden wir es schade, dass die Häuser geschlossen werden müssen, und hoffen, dass möglichst viele Arten anderweitig untergebracht werden können, worum sich aber zur Zeit bemüht wird. Allerdings scheint es eben notwendig, und uns als Naturwissenschaftler:innen ist bewusst, dass eine solch ineffiziente Nutzung von Energie zu Zeiten des Klimawandels und der Energieknappheit einfach nicht mehr haltbar ist.

Nächste Sitzung

Donnerstag, den 26.01.2023 um 18:00 Uhr in 13-322.

Die vorläufige Tagesordnung lautet wie folgt:

 

TOP 1 Mitteilungen

TOP 2 Berichte aus anderen Gremien

TOP 3 Festlegung der weiteren Tagesordnung

TOP 4 Berichte aus Referaten

TOP 5 Lernräume

TOP 6 Genehmigung von Protokollen

TOP 7 Anträge

TOP 8 Verschiedenes

 

Wer per E-Mail zu den Sitzungen eingeladen werden möchte, schreibt uns bitte eine kurze Mail.


Kontakt

Fachschaft Biologie
TU Kaiserslautern
Erwin-Schrödinger Str. 13
Gebäude 13, Raum 303
Email: fsbio@rhrk.uni-kl.de
Telefon: 0631/205-2403

 

 

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